Union und SPD wollen Managergehälter begrenzen – manager magazin

Kein gesetzlicher Deckel: Im Ergebnis aber sollen die Managergehälter nach Plänen von Union und SPD begrenzt werden

Union und SPD haben sich auf strengere Regeln für Managergehälter geeinigt. Einen gesetzlichen Deckel soll es zwar nicht geben. Die Vergütungen würden dennoch begrenzt.

Berlin/Bern – Den Plänen von Union und SPD zufolge sollen der Aufsichtsrat und die Aktionärsversammlung eines börsennotierten Unternehmens die Höhe der Gehälter festlegen und das Verhältnis zum Durchschnittsgehalt offenlegen, bestätigten Verhandlungskreise in Berlin. Aus dieser Transparenz heraus ergebe sich eine Begrenzung der Vorstandsvergütungen. Eine gesetzliche Deckelung sei nach wie vor nicht geplant, hieß es.

SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann sagte der „Bild am Sonntag“: „Wo der freie Markt versagt, muss der Staat versuchen, für Gerechtigkeit zu sorgen. (…) Es ist gut, dass wir im Entwurf des Koalitionsvertrages erstmals eine Grenze für Managergehälter eingezogen haben.“

Derweil werden Managergehälter in der Schweiz weiterhin massiv über den Löhnen und Gehältern der Arbeitnehmer liegen dürfen. Ein Vorstoß, die Topgehälter auf das Zwölffache eines einfachen Arbeiterlohns zu begrenzen, fiel am Sonntag in einer Volksabstimmung durch. 65,3 Prozent der Referendumsteilnehmer lehnten die „1:12-Initiative für gerechte Löhne“ der Jungsozialisten ab.

Die Wirtschaftsverbände hatten erklärt, im Falle einer Annahme der Initiative könnten sich große Konzerne aus der Schweiz zurückziehen, was zu erheblichen Arbeitsplatzverlusten führen würde.

via Union und SPD wollen Managergehälter begrenzen – manager magazin.

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